Akupunktur

Meridiane
© Sabine Weiße / pixelio.de

Akupunktur ist ein Heilverfahren, das Ärzte in China seit mehreren tausend Jahren einsetzen. In der Traditionellen Chinesischen Medizin spielt die Lebensenergie – ­das Qi – eine wichtige Rolle. Ist der Fluss der Lebensenergie nicht harmonisch, können körperliche und psychische Störungen auftreten.

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Die Lehre der Chinesischen Medizin besagt, dass das Qi in Energie-Leitbahnen fließt – den Meridianen. Sie sind mit bestimmten Körperbereichen und Organen verbunden und verteilen sich über den gesamten Körper. Jeder Meridian hat bestimmte Energiepunkte auf der Haut, über die sich der Energiefluss stimulieren lässt. Bei der Akupunktur sticht der Therapeut feine Nadeln in diese Punkte, um das Qi zu regulieren und so bestehende Symptome zu lindern.

Wie wird Akupunktur angewendet?

Nachdem der Therapeut die Krankengeschichte erhoben hat (Anamnese), wählt er die entsprechenden Energiepunkte aus und setzt die Akupunktur-Nadeln – feine Metallnadeln, die in der Regel nur oberflächlich in die Haut gestochen werden. Während der Akupunktur-Behandlung sitzt oder liegt der Patient entspannt auf einer Liege. Eine Sitzung dauert mindestens 20 Minuten. An der Einstichstelle können leichte, dumpf ausstrahlende Schmerzen auftreten, die jedoch nicht lange anhalten.

Wofür wird Akupunktur eingesetzt?

Mit Akupunktur lassen sich sowohl akute als auch chronische (andauernde) Beschwerden behandeln. Traditionelle Anwendungsgebiete der Akupunktur sind unter anderem:

Weitere Informationen

Autor: Miriam Lossau, Diplom-Fachjournalistin
Datum: Januar 2011
Letzte Aktualisierung: Januar 2015
Aktualisiert durch: Miriam Lossau, Diplom-Fachjournalistin
Quellen:
Hong Choon Tan, L.: Akupunktur & Co: Traditionelle Chinesische Medizin schnell erklärt. Haug, Stuttgart 2003
Rubach, A.: Propädeutik der Ohrakupunktur, Hippokrates, Stuttgart 2013
Priv.-Doz. Dr. med. Molsberger, A.; Dr. med. Böwing, G.: So hilft mir die Akupunktur. Haug, Stuttgart 2006