Krebsvorsorge (Krebs-Früherkennung)

Laborwerte mit Stethoskop
© Darko Stojanovic / pixabay.de

Definition: Was ist eine Krebsvorsorge?

Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen, die sogenannte Krebsvorsorge, gehören zu den Standardleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Die meisten bösartigen Tumoren haben früh erkannt und behandelt eine bessere Prognose und eine höhere Aussicht auf Heilung. Es gibt für Frauen und Männer je nach Alter verschiedene Krebsvorsorge-Untersuchungen.

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Durchführung: Wie wird eine Krebsvorsorge durchgeführt?

Die gesetzlichen Krankenkassen bieten zurzeit folgende Krebsvorsorge-Untersuchungen an:

  • Ab dem Alter von 20 Jahren jährliche Untersuchung der inneren und äußeren Geschlechtsorgane für Frauen
  • Ab dem Alter von 30 Jahren zusätzliche jährliche Tastuntersuchung der Brust für Frauen
  • Ab dem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre Untersuchung der Haut für Frauen und Männer (Hautkrebs-Screening)
  • Ab dem Alter von 45 Jahren jährliche Untersuchung der Genitalorgane, insbesondere der Prostata für Männer
  • Ab dem Alter von 50 Jahren bis 54 Jahren jährlicher Test auf verstecktes Blut im Stuhl für Frauen und Männer
  • Ab dem Alter von 55 Jahren Darmspiegelung (Koloskopie): zwei Untersuchungen im Abstand von zehn Jahren oder Test auf verborgenes Blut im Stuhl alle zwei Jahre für Frauen und Männer
  • Ab dem Alter von 50 Jahren bis 69 Jahren alle zwei Jahre Mammografie-Screening (Röntgen-Untersuchung der Brust) für Frauen

Anwendungsgebiete: Was sind die Anwendungsgebiete der Krebsvorsorge?

Die Krebsvorsorge dient der Früherkennung von Krebs, denn für viele Krebserkrankungen gilt: Je früher diagnostiziert und behandelt, desto besser die Prognose. In erster Linie sollen folgende, häufige bösartige Tumorerkrankungen festgestellt werden:

Risiken und Komplikationen: Welche Risiken birgt die Krebsvorsorge?

Schwerwiegende Risiken birgt die Krebsvorsorge nicht. Im Gegenteil – hierdurch lassen sich viele Krebserkrankungen in einem frühen, gut behandelbaren Stadium entdecken. Es besteht ein gewisses Risiko, dass Krebserkrankungen fälschlicherweise diagnostiziert werden (sogenannte falsch-positive Diagnose). Durch standardisierte und gut ausgebildete Untersucher, vor allem im Rahmen des Mammografie-Screenings, versucht man jedoch, dieses Risiko so gering wie möglich zu halten.

Krebs lässt sich nicht vorbeugen. Grundsätzlich kann eine gesunde Lebensweise das Risiko senken, an Krebs zu erkranken. Dazu zählt unter anderem, sich gesund zu ernähren und ausreichend zu bewegen, aufs Rauchen zu verzichten und sich nicht übermäßig der Sonne auszusetzen. Es ist außerdem wichtig, regelmäßig die Krebsvorsorge-Untersuchungen in Anspruch zu nehmen.

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Weitere Informationen

Web-Tipps:
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren: www.tumorzentren.de  
Deutsches Krebsforschungszentrum: www.krebsinformation.de 
Deutsche Krebsgesellschaft: www.krebsgesellschaft.de  
Deutsche Krebshilfe: www.krebshilfe.de
 
Buch-Tipps:
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Autor: Dr. med. M. Waitz, Pascale Huber
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Datum der letzten Aktualisierung: Dezember 2017
Quellen:
Bundesministerium für Gesundheit: Die Prävention, Früherkennung. www.bmg.bund.de/praevention.html (Abruf: 12/2017)
Deutsches Krebsforschungszentrum. Krebsinformationsdienst. www.krebsinformationsdienst.de  (Abruf: 12/2017)
Deutsche Krebshilfe. www.deutsche-krebshilfe.de (Abruf: 12/2017)