Mammografie

weibliche Brust
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Definition: Was ist eine Mammografie?

Die Mammografie ist eine Röntgen-Untersuchung der Brust. Eingesetzt wird sie zur Diagnostik von Brustkrebs (Mammakarzinom). Mit der Mammografie kann die Erkrankung bereits in einem sehr frühen Stadium entdeckt werden, in dem der Krebs noch keine Symptome verursacht und noch nicht ertastbar ist.

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Durchführung: Wie wird eine Mammografie durchgeführt?

Bei der Mammografie werden Röntgen-Aufnahmen der Brust aus verschiedenen Richtungen angefertigt. Für die Durchführung ist ein spezielles Röntgengerät notwendig. Die Brust wird für die Röntgen-Aufnahmen zwischen zwei Platten komprimiert, um die unterschiedliche Dicke des Brustgewebes auszugleichen. Dies ist wichtig, um die Qualität der Aufnahme zu optimieren und die Strahlenbelastung zu mindern. Pro Brust werden jeweils zwei Aufnahmen angefertigt: Einmal von oben nach unten und einmal schräg von der Mitte her zur Seite.

Nach der Mammografie sucht der Arzt die angefertigten Röntgen-Aufnahmen nach möglichen krankhaften Veränderungen ab. Seit einiger Zeit lassen sich die Mammografie-Bilder auch in digitaler Form anfertigen. Dieses Verfahren wird inzwischen teilweise auch beim Mammografie-Screening angewendet.

Bei Frauen, die mit der „Pille“ verhüten oder aufgrund von Wechseljahresbeschwerden eine Hormonersatztherapie erhalten, ist das Brustgewebe oft dichter. Daher ist es ratsam mit dem Arzt zu klären, ob solche Präparate vor der Mammografie abgesetzt werden. Für Frauen, die noch ihre Periode haben, ist die erste Zyklushälfte der günstigste Zeitpunkt für eine Mammografie.

Anwendungsgebiete: Was sind die Anwendungsgebiete einer Mammografie?

Früherkennung von Brustkrebs

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Auch kleinste, möglicherweise auf Bösartigkeit hinweisende Veränderungen (sogenannte Mikroverkalkungen) lassen sich mit einer Mammografie entdecken. Daher besitzt diese Untersuchung in der Früherkennung von Brustkrebs (Mammakarzinom) einen hohen Stellenwert. Die Prognose verbessert sich durch eine früh gestellte Diagnose meist deutlich. Seit einigen Jahren gibt es aus diesem Grund an speziellen Zentren ein Mammografie-Screening: Jede Frau im Alter zwischen 50 und 69 Jahren kann dort im Abstand von zwei Jahren eine Mammografie durchführen lassen. Liegen bestimmte Risikofaktoren für Brustkrebs vor, erfolgt die Kontrolle unter Umständen häufiger.

Symptomabklärung: Die Mammografie wird auch dann eingesetzt, wenn bei einer Frau Symptome bestehen, die brustkrebsverdächtig sind (zum Beispiel tastbarer Knoten, Veränderungen der Brustwarze). Häufig liefert die Mammografie Hinweise, ob es sich um eine gut- oder bösartige Veränderung handelt. Die Diagnose von Brustkrebs kann nur anhand einer Gewebeprobe (Biopsie) gesichert werden.

Brustkrebs-Nachsorge: Ist eine Brustkrebs-Behandlung abgeschlossen, so folgen für viele Jahre Kontrolluntersuchungen. Dazu gehört auch die regelmäßige Durchführung einer Mammografie, sowohl der erkrankten als auch der nicht erkrankten Brust.

Risiken und Komplikationen: Welche Risiken birgt eine Mammografie?

Es gibt bei der Mammografie, wie bei vielen anderen Untersuchungen auch, keine hundertprozentige Sicherheit, dass Brustkrebs (Mammakarzinom) erkannt wird. Genauso kann es sein, dass Frauen durch das Mammografie-Screening fälschlicherweise mit dem Verdacht einer Krebserkrankung konfrontiert werden.

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Die Strahlenbelastung der Mammografie wird für ältere Frauen, die regelmäßig am Mammografie-Screening teilnehmen, als relativ gering eingeschätzt.

Weitere Informationen

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Autor: Dr. med. Maximilian Eckerland
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Datum der letzten Aktualisierung: Oktober 2017
Quellen:
Deutsches Krebsforschungszentrum: www.dkfz.de (Abruf: 10/2017)
Heywang-Köbrunner, S.H. et al.: Bildgebende Mammadiagnostik. Thieme, Stuttgart 2008
Krebsinformationsdienst: www.krebsinformationsdienst.de (Abruf: 10/2017)
Kooperationsgemeinschaft Mammographie: www.mammo-programm.de (Abruf: 10/2017)