Selbstuntersuchung der Brust

Brüste
© alexandria / pixabay.de

Definition: Was ist eine Selbstuntersuchung der Brust?

Jede Frau sollte einmal im Monat ihre Brüste selbst untersuchen und mit der normalen Beschaffenheit ihres Brustgewebes vertraut sein. So lassen sich Knoten und andere Veränderungen feststellen, die ein Hinweis auf Brustkrebs (Mammakarzinom) sein können.

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Früh erkannt, hat Brustkrebs eine viel bessere Chance auf Heilung. Die meisten Knoten werden von der Frau selbst entdeckt. Der beste Zeitpunkt für die Selbstuntersuchung der Brust ist eine Woche nach der Regelblutung, denn dann ist das Brustgewebe weich und lässt sich gut abtasten.

Durchführung: Wie wird die Selbstuntersuchung der Brust durchgeführt?

Frauen wird empfohlen, ihre Brüste einmal im Monat selbst zu untersuchen. Wie man dies richtig macht, kann der Frauenarzt zeigen. Hier eine Anleitung zur Selbstuntersuchung der Brust:

  1. Stellen Sie sich mit freiem Oberkörper vor einen großen Spiegel, in dem Sie Ihre Brüste gut betrachten können. Lassen Sie die Arme locker herunter hängen. Achten Sie auf Veränderungen, wie:
  • Schwellungen
  • Sichtbare Knoten
  • Rötungen
  • Hauteinziehungen
  • Eingezogene Brustwarze
  • Blutung oder Ausfluss aus der Brustwarze
  • Hautverdickungen
  • Größenunterschiede der Brüste
  1. Heben Sie Ihre Arme über den Kopf und achten Sie darauf, ob sich beide Brüste jeweils mitbewegen.
  1. Tasten Sie nun mit den Fingern Ihrer flachen Hand zunächst die eine, dann die andere Brust ab. Benutzen Sie für Ihre rechte Brust die linke Hand und für Ihre linke Brust die rechte Hand. Streichen Sie die Brust von oben nach unten ab. Fühlen Sie dabei:
  • Verhärtungen?
  • Knoten oder Knötchen?
  • Schmerzen?
  1. Tasten Sie zum Schluss Ihre beiden Achselhöhlen nacheinander ab: Spüren Sie Lymphknoten oder andere Verhärtungen?

Falls Sie bei der Selbstuntersuchung der Brust Auffälligkeiten wie einen Knoten bemerken, suchen Sie bitte sofort Ihren Frauenarzt auf. Er kann durch weitere Untersuchungen wie eine Ultraschall-Untersuchung (Sonografie), eine Mammografie (Röntgen-Untersuchung der Brust) oder eine Proben-Entnahme (Biopsie) feststellen, ob es sich dabei um Brustkrebs (Mammakarzinom) handeln könnte.

Anwendungsgebiete: Was sind die Anwendungsgebiete der Selbstuntersuchung der Brust?

Die Selbstuntersuchung der Brust dient in erster Linie der Früherkennung von Brustkrebs (Mammakarzinom). Aber auch andere Veränderungen, zum Beispiel gutartige Brusttumoren, Brustzysten, Brustentzündungen (Mastitis) und Hautprobleme, lassen sich auf diese Weise erkennen.

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Risiken und Komplikationen: Welche Risiken birgt die Selbstuntersuchung der Brust?

Richtig durchgeführt, birgt die Selbstuntersuchung der Brust keinerlei gesundheitliche Risiken. Im Gegenteil: Wer mit seinem Körper vertraut ist, kann Veränderungen wie Brustkrebs (Mammakarzinom) oftmals früh erkennen und rechtzeitig behandeln lassen.

Weitere Informationen

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Autor: Dr. med. M. Waitz
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Datum der letzten Aktualisierung: November 2017
Quellen:
American Cancer Society: Guidelines for the Early Detection of Cancer, www.cancer.org (Abruf: 11/2017)
National Breast Cancer Coalition (NBCC): Breast Self-Exam: Current Research and Recommendations, www.breastcancerdeadline2020.org (Abruf: 11/2017)
Deutsches Krebsforschungszentrum Krebsinformationsdienst. Brustkrebs: Früherkennung durch Abtasten und Mammographie. www.krebsinformationsdienst.de  (Abruf: 11/2017)
Deutsche Krebsgesellschaft e.V.:  Brustkrebs – Selbstuntersuchung der Brust. www.krebsgesellschaft.de (Abruf: 11/2017)
Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen: Sicher fühlen. Selbstuntersuchung der Brust. www.krebsgesellschaft-nrw.de (Abruf: 11/2017)

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