Fluoridierung

Zahnarztbesuch
© Michal Jarmoluk / pixabay.de

Als Fluoridierung bezeichnet man vorbeugende Maßnahmen für die Zahngesundheit, die darin bestehen, die Zähne (lokale Fluoridierung) oder den ganzen Körper (systemische Fluoridierung) mit Fluoriden zu versorgen. Fluorid ist ein Stoff, der in Form verschiedenster Mineralien in der Natur vorkommt (z.B. Kalziumfluorid, Natriumfluorid) – und auch als Spurenelement im menschlichen Körper. Er kann den Zahnschmelz bei seiner natürlichen Remineralisierung unterstützen und macht somit die Zähne resistenter gegen äußere Einflüsse; insbesondere gegen die Säure von Karies-Bakterien. Zur systemischen Fluoridierung der Bevölkerung wird in manchen Ländern dem Trinkwasser Fluorid zugesetzt, zum Beispiel in den USA oder in Irland. In Europa setzt sich in den vergangenen Jahrzehnten die Praxis durch, Kochsalz mit Fluorid anzureichern. Als wirksam hat sich aber auch die lokale Fluoridierung erwiesen, also die direkte Fluoridversorgung der Zähne. Dies geschieht zum Beispiel beim täglichen Zähneputzen durch Zahnpasten, Mundspüllösungen und durch wöchentlich angewendete Zahngelees. Außerdem kann der Zahnarzt in der Praxis spezielle fluoridhaltige Lacke auf die Zähne auftragen, die den Karies-Zuwachs auf Dauer hemmen können. Eine Kombination aus lokaler und systemischer Fluoridierung stellen Fluorid-Tabletten dar, die man zunächst im Mund zergehen lässt und dann herunterschluckt. Doch Vorsicht: Fluorid ist nur in kleinen Mengen gesund. Nimmt man mehr als drei Milligramm Fluorid am Tag auf, bilden sich weiße oder bräunliche Schmelzflecken auf den Zähnen. Bei noch höherer Fluorid-Aufnahme kehrt sich die positive Wirkung des Fluorids um; Knochen und Zähne können Schaden nehmen.

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