Leukoplakie

Lächelder Mund
© Hans Braxmeier / pixabay.de

Helle Veränderungen der Mundschleimhaut bezeichnen Zahnmediziner als Leukoplakie. Diese können an vielen unterschiedlichen Stellen im Mund entstehen, beispielsweise in den Mundwinkeln, am Mundboden oder am Rand der Zunge. Betroffene Stellen erscheinen meist weißlich, können aber auch eine gelblich-bräunliche oder weiß-rötliche Färbung aufweisen. In manchen Fällen sind sie zudem – einer Warze ähnlich – verdickt. Die Risikofaktoren für die Entstehung einer Leukoplakie sind vielfältig: So erhöhen unter anderem drückende Zahnprothesen, Karies, Rauchen und häufiger Alkoholkonsum das Leukoplakie-Risiko. Zudem gibt es erbliche Risikofaktoren und einige Krankheiten (beispielsweise eine HIV-Infektion), die eine Leukoplakie begünstigen. Entdeckt der Zahnarzt bei einer Untersuchung eine Leukoplakie, versucht er zunächst, die Ursache herauszufinden. Hierbei begutachtet er die betroffene Stelle und stellt gezielte Fragen zu bestehenden Risikofaktoren (Rauchen, Alkohol) oder Erkrankungen. Häufig führt er auch weitere Untersuchungen durch. Ist die Ursache einer Leukoplakie ermittelt, wird diese zunächst behandelt beziehungsweise behoben. Bleibt die Leukoplakie dennoch bestehen, handelt es sich bei der Verfärbung möglicherweise um eine bösartige Erkrankung oder eine Vorform davon. Bei einem solchen Verdacht überweist der Zahnarzt den Patienten in der Regel an eine spezialisierte Einrichtung, die unter anderem betroffenes Gewebe entnimmt und auf bösartige Veränderungen untersucht.

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