Hausmittel gegen Haarausfall

Haare
© kropekk_pl / pixabay.com

Unter Haarausfall versteht man den vermehrten Verlust von Haaren. Normalerweise fallen täglich bis zu 100 Haare aus – sind es mehr, spricht man von Haarausfall. Es gibt verschiedene Formen von Haarausfall: Er kann sich zum Beispiel auf umschriebene Stellen der Kopfbehaarung beschränken (Alopezia areata, kreisrunder Haarausfall) oder gleichmäßig den gesamten Kopf (diffuser Haarausfall), und selten auch die Körperbehaarung, betreffen. Die häufigste nicht-krankhafte Variante ist der männliche, hormonbedingte Haarausfall (androgenetische Alopezie), der zum Beispiel mit der Bildung von Geheimratsecken oder einer Stirnglatze einhergeht.

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Die Ursachen für Haarausfall können sehr vielfältig sein und reichen von hormonellen Störungen über Erkrankungen des Immunsystems bis hin zu Infektionen. Auch nach lang anhaltenden Krankheiten, einseitigen Diäten oder nach einer Schwangerschaft ist Haarausfall keine Seltenheit. Bei unerklärlichem Haarausfall sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen, um die Ursachen abzuklären. Der Verlust der Haare kann in seltenen Fällen auch Ausdruck einer ernsthaften Erkrankung sein.

Es gibt auch einige Hausmittel gegen Haarausfall – wenn Sie möchten, probieren Sie aus, ob Ihnen die Haare dadurch wieder wachsen!

Bekannte Hausmittel gegen Haarausfall

  • Shampoos und Tinkturen mit Brennnessel-Extrakt und Koffein sollen die Durchblutung der Kopfhaut fördern und die Haarwurzeln zum Wachstum anregen.
  • Vermeiden Sie zusätzliche Strapazen für Ihr Haar. Zu häufiges Haarewaschen, Färben oder eine Dauerwellen machen die Haare brüchig.
  • Regelmäßige Haarkuren, z.B. aus Eigelb, Olivenöl und Honig, pflegen das Haar und sollen es so widerstandsfähiger machen.
  • Vermeiden Sie Frisuren wie einen straff sitzenden Pferdeschwanz; das strapaziert die Haarwurzeln und Ihre Haare fallen leichter aus.
  • Überprüfen Sie bei Haarausfall Ihre Ernährung: Für den Aufbau gesunder Haare sind Vitamine, v.a. Biotin sowie Spurenelemente wie Selen und Zink, besonders wichtig.

Weitere Informationen

Autor: Pascale Huber
medproduction GmbH, www.medproduction.de
Datum: September 2010
Letzte Aktualisierung: Januar 2015
Aktualisiert durch: Simon Korn, Biologe
Quellen:
Bachmann, S., Längler, A.: Hausmittel in der modernen Medizin: Tees, Wickel, Bäder & Co. Urban & Fischer Verlag, München 2005
Beise U. et al: Gesundheits- und Krankheitslehre. Springer, Heidelberg 2013
Pschyrembel. Klinisches Wörterbuch. 266. Auflage. De Gruyter, Berlin 2014