Hausmittel gegen Gicht

Joghurt
© Esther Merbt / pixabay.de

Gicht ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke durch einen chronisch erhöhten Harnsäurespiegel im Blut. Harnsäure ist ein Stoffwechsel-Abbauprodukt, das normalerweise über den Urin und den Darm ausgeschieden wird. Ist die Konzentration zu hoch, lagert sich die Harnsäure in den Gelenken ab und bildet dort Kristalle – das Gelenk entzündet sich. Das Gelenk schwillt schmerzhaft an, verfärbt sich rot und wird warm. Oftmals lässt sich das Gelenk kaum noch bewegen.

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Gicht entsteht häufig nach dem übermäßigen Genuss von bestimmten Lebensmitteln. Dazu gehören zum Beispiel Fleisch – insbesondere Innereien –, fettreicher Fisch und Alkohol. Leichte Gicht-Anfälle verschwinden häufig von alleine. Stärkere Beschwerden behandelt der Arzt mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln und mit Medikamenten, die entweder die Bildung von Harnsäure vermindern oder deren Ausscheidung beschleunigen. Daneben gibt es einige Hausmittel, mit denen Sie die Symptome eines Gicht-Anfalls lindern können.

Bekannte Hausmittel gegen Gicht

  • Machen Sie einen Quarkwickel um das betroffene Gelenk. Quark wirkt entzündungshemmend und kann so die akuten Beschwerden bei Gicht lindern. Nehmen Sie ein Päckchen kühlen Quark und streichen Sie den Quark in ein feuchtes Stofftuch. Schlagen Sie das Tuch so ein, dass sich zwischen Quark und Gelenk nur eine dünne Stoffschicht befindet. Belassen Sie den Quarkwickel für ein bis zwei Stunden auf dem Gelenk.
  • Ein Essigwickel kühlt das heiße und schmerzende Gelenk sanft. Mischen Sie ein Teil Weinessig mit zwei Teilen Wasser und tränken Sie ein leichtes Stofftuch in der Mischung. Umwickeln Sie Gelenk mit dem feuchten Tuch für etwa 20 Minuten.
  • Legen Sie ein Heublumen-Säckchen auf die schmerzende Stelle. Füllen Sie hierzu einen kleinen Stoffbeutel mit Heublumen und lassen Sie das Säckchen in heißem Wasser liegen, bis der Inhalt warm ist. Anschließend legen Sie das Heublumen-Säckchen für 30 Minuten auf das entzündete Gelenk.

Weitere Informationen

Autor: Miriam Lossau, Dipl. Fachjournalistin
medproduction GmbH, www.medproduction.de
Datum: September 2010
Letzte Aktualisierung: Januar 2015
Aktualisiert durch: Simon Korn, Biologe
Quellen:
Glaser, H.: Alte und neue Hausmittel zur äußeren Anwendung. Gesundheitspflege initiativ, gemeinnützige Bildungsgesellschaft mbH Esslingen, Esslingen 2008
Grönemeyer, D.: Grönemeyers neues Hausbuch der Gesundheit. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2010
Silbernagl, S., Lang, F.: Taschenatlas der Pathophysiologie.  Thieme Verlag, Stuttgart 2013