Altersflecken

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© Steve Buissinne / pixabay.de

Ursachen: Was sind die Ursachen von Altersflecken?

Altersflecken (Lentigines seniles, Lentigines solares) sind bis zu einigen Zentimeter große braune Hautflecken, die bei fast jedem Menschen im Laufe des Lebens auftreten und völlig harmlos sind. Sie sind das Resultat einer über Jahre erfolgten Sonnenbestrahlung der Haut. Daher sind die Altersflecken hauptsächlich an den Hautpartien zu finden, die der Sonne am meisten ausgesetzt sind, wie Handrücken, Unterarme und Dekolleté.

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Ursache der Altersflecken ist die Anhäufung des sogenannten Alterungspigments Lipofuszin in den Hautzellen. Es entsteht, wenn ungesättigte Fettsäuren – die Bestandteile der Zellmembran sind – oxidiert werden. Vor allem durch vermehrte Sonneneinstrahlung und Rauchen entstehen freie Radikale im Körper, die zu Oxidationsprozessen in den Zellen führen. Normalerweise können bestimmte Zellorganellen, die Lysosomen, solche Ablagerungen abbauen. Sind die Lysosomen nicht mehr ausreichend im Stande, das Lipofuszin zu beseitigen, sammelt es sich in den Zellen an. Dadurch entstehen die typischen braunen Flecken auf der Haut.

Altersflecken zeigen sich ab dem 40. Lebensjahr und werden mit zunehmendem Alter immer zahlreicher. Menschen ab 60 Jahren sind am häufigsten davon betroffen, aber auch Jüngere, die in sonnenreichen Gebieten leben, können bereits Altersflecken aufweisen.

Beschwerden: Wie äußern sich Altersflecken?

Altersflecken zeigen sich als hell- bis dunkelbraune Flecken (Makulae) auf der Haut, die scharf begrenzt und flach sind. Sie können unterschiedlich groß – bis zu münzgroß – werden. Altersflecken entstehen meistens an den Handrücken, Unterarmen, Dekolleté und Gesicht; jenen Körperstellen, die im Laufe des Lebens der stärksten Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind.

Diagnose: Wie werden Altersflecken diagnostiziert?

Altersflecken sind neu auftretende Hautveränderungen, die man mit bloßem Auge leicht erkennen kann. Das typische Aussehen der Flecken ab einem gewissen Lebensalter macht die Diagnose „Lentigines seniles“ wahrscheinlich. Jedoch ist es grundsätzlich ratsam, jede neue Veränderung der Haut einem Arzt zu zeigen, da nur er entscheiden kann, ob es sich bei der Erscheinung wirklich um einen Altersfleck handelt. Mithilfe eines Hautmikroskops (Dermatoskop) kann der Hautarzt den Fleck genau unter die Lupe nehmen und seine Beschaffenheit beurteilen.

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Altersflecken können bösartigen Hautveränderungen (Lentigines maligna) ähneln, die als Krebsvorstufen gelten. Die Unterscheidung ist für die weitere Behandlung wichtig, da bösartige Hautflecken (Lentigines maligna) – im Gegensatz zu harmlosen Altersflecken – chirurgisch entfernt werden müssen. Beim Verdacht auf eine bösartige Hautveränderung kann der Hautarzt eine Gewebeprobe (Biopsie) entnehmen.

Behandlung: Wie können Altersflecken behandelt werden?

Altersflecken müssen aus medizinischer Sicht nicht behandelt werden, da sie nicht gefährlich sind. Jedoch empfinden manche Menschen sie als kosmetisch störend. Kurzfristig kann man stark abdeckendes Make-up (Camouflage) auf die betroffenen Hautpartien auftragen. Längerfristig sind folgende Behandlungen möglich, um Altersflecken zu entfernen:

  • Medizinische Laserbehandlung: Entfernung der Altersflecken mittels Laser
  • Kryotherapie: Fleckenentfernung durch Kälte mit Hilfe von flüssigem Stickstoff
  • Elektrokaustik: Anwendung von Hitze zur Entfernung der Altersflecken
  • Chemisches Peeling: Anwendung einer chemischen Lösung zur Verbesserung der Oberflächenstruktur der Haut
  • Peeling mit Frucht- oder Vitamin-A-Säure-haltigen Präparaten

Zu beachten sind jedoch mögliche Nebenwirkungen und Komplikationen dieser Altersflecken-Behandlungen. So besteht beispielsweise die Gefahr, dass sich auch die angrenzenden, normal pigmentierten Hautbereiche farblich verändern, sodass das Ergebnis nicht in jedem Fall kosmetisch befriedigend ist. Da es sich bei Altersflecken um ein kosmetisches, und nicht um ein medizinisches Problem handelt, übernimmt die Krankenkasse in der Regel nicht die Behandlungskosten.

Prognose: Wie ist die Prognose von Altersflecken?

Altersflecken sind gutartig und somit weitgehend harmlos. Mit zunehmendem Alter kann die Anzahl und Größe der Flecken zunehmen. Die einzige Gefahr besteht darin, sie mit den bösartigen Lentigines maligna zu verwechseln. Daher empfiehlt es sich, regelmäßig zur Hautkrebs-Vorsorge zu gehen.

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Vorbeugung: Wie kann man Altersflecken vorbeugen?

Altersflecken lässt sich am besten durch konsequenten Sonnenschutz vorbeugen, idealerweise bereits seit der Kindheit. Empfehlenswert sind Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor. Besonders sinnvoll sind diese Maßnahmen für Menschen mit hellem Hauttyp, die in der Sonne schnell rot werden. Sonnenbrand sollte man, wenn möglich, vermeiden.

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Autor: Dr. med. Angelika Berenboim
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Datum der letzten Aktualisierung: November 2017
Quellen:
Moll, I.: Duale Reihe Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2016
Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. De Gruyter, Berlin 2017