Fußbeschwerden natürlich lindern

Schuhe (Foto: Pixabay.com)
Schuhe (Foto: Pixabay.com)

Schätzungen zufolge leiden drei von vier Erwachsenen an Fußbeschwerden. Diese sind manchmal nur vorübergehend und in den meisten Fällen harmlos. Doch es können auch ernstere Ursachen hinter den Fußproblemen stecken, die chronisch werden und ärztlich behandelt werden müssen. Wir zeigen Ihnen, was gegen häufige Fußbeschwerden hilft und wie Sie sie zusätzlich natürlich lindern können.

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Geschwollene Füße

Die häufigsten Ursachen für geschwollene Füße sind langes Stehen und Sitzen, sowie heiße Temperaturen. In seltenen Fällen stecken körperliche Ursachen wie Hormonstörungen, Herz- oder Nierenprobleme hinter den Fußbeschwerden, die auf Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme) zurückzuführen sind. In diesen Fällen müssen diese Ursachen ärztlich behandelt werden. Um die Fußschwellung zu lindern, können Sie sich aber selbst zum Beispiel mit einem kalten Fußbad helfen. Die Wassertemperatur sollte etwa 8 bis 18 Grad Celsius betragen. Auch Wassertreten in einem kalten Fußbad kann die Beschwerden lindern. Außerdem sollten Sie Ihren geschwollenen Füßen öfters mal eine Pause gönnen und sie hochlegen.

Fersensporn – stechende Schmerzen

Ein Fersensporn macht sich meist durch stechende Schmerzen beim Auftreten bemerkbar. Die Ursache sind wiederholte kleine Verletzungen der Sehnenplatte an der Fußsohle, die sich dadurch entzündet. Oft sind falsche Schuhe schuld. Mit maßangefertigten orthopädischen Einlagen lassen sich die Fußbeschwerden lindern. Zusätzlich helfen Kälte (z.B. Cool-Packs) und entzündungshemmende Gele zum Einreiben. Halten die Fußbeschwerden jedoch an oder verstärken sie sich sogar, wird der Orthopäde mit Injektionen und anderen Maßnahmen dem Fersensporn zu Leibe rücken. Eine Fersensporn-OP ist aber nur selten nötig.

Was hilft gegen Fußpilz?

Fußpilz wird meistens durch Hautpilze, sogenannte Dermatophyten, verursacht, die über kleine Risse oder Verletzungen in die Haut eindringen. Zur Behandlung von Fußpilz eignen sich rezeptfreie Cremes, Gels oder Sprays aus der Apotheke. Diese Medikamente töten die Pilze ab oder hemmen ihr Wachstum. Auch wenn es keine wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit gibt, schwören viele Menschen zusätzlich auf Hausmittel gegen Fußpilz, wie Teebaum-Öl oder Fußbäder mit bestimmten Kräutern oder Eichenrinde.

Mit Kräutern gegen Schweißfüße

Viele Menschen klagen über Schweißfüße, vor allem in den Sommermonaten. Die Ursache der übermäßigen Schweißproduktion kann körperlich begründet sein, oft sind aber einfach falsches, nicht atmungsaktives Schuhwerk oder Socken aus synthetischem Material der Grund. An heißen Tagen sind deshalb offene Schuhe, wie Sandalen oder Flipflops, ratsam. Wenn Sie zu Schweißfüßen neigen, sollten Sie außerdem Socken aus Baumwolle statt aus Kunstfasern anziehen. Ein Fußbad mit Kräutern kann die Schweißbildung mindern. Hier eignen sich insbesondere Efeu, Eichenrinde, Salbei, Huflattich oder Kamille. In der Apotheke gibt es zudem Fuß-Deos mit Aluminium-Chlorid, die die Schweißproduktion verringern. Wenn alles nicht hilft, empfiehlt es sich, einen Hautarzt (Dermatologen) aufzusuchen.

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Weitere Informationen

Autor: Redaktion medproduction GmbH, www.medproduction.de
Datum: November 2019
Quellen:
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Fußpilz. https://www.gesundheitsinformation.de/fusspilz.2675.de.html (Abruf: November 2019)
Kneipp, S.: Meine Wasserkur / So sollt ihr leben: Die weltberühmten Ratgeber in einem Band. Haug, 2010
So helfen Kräuter bei Fußbeschwerden: https://www.vamos-schuhe.de/magazin/kraeuter-fussbeschwerden/ (Abruf: November 2019)


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