Meditation

Wellness
© NicoLeHe / pixelio.de

Die Meditation ist eine Technik, bei der sich der Meditierende in einen tiefen Entspannungszustand versetzt. Sie kommt zum Beispiel zum Einsatz, um Stress bzw. Stressbeschwerden zu lindern.

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Wie funktioniert die Meditation?

Bei einer Meditation löst sich der Meditierende von sorgenvollen Gedanken über Vergangenheit und Zukunft. Stattdessen bündelt er seine Aufmerksamkeit und  lenkt sie auf angenehme und entspannende Dinge. Je öfter Meditierende üben, desto leichter gelingt es ihnen, einen Zustand aufmerksamer Gelassenheit zu erreichen. Eine Meditation:

  • verlangsamt die Gehirnwellen (Theta-Wellen)
  • senkt die Konzentration von Stresshormonen im Blut
  • aktiviert das vegetative Nervensystem und fördert Ruhe und Erholung

Wie wird die Meditation angewendet?

Es gibt zahlreiche Arten von Meditation, die sich in Klassen zusammenfassen lassen:

  • über den Intellekt (Geist): z.B. christliche Meditation, Zen-Meditation
  • über das Gefühlsleben: z.B. über Wirkung von Bildern, Klängen, Gedanken
  • über den Körper und Bewegung : z.B. Tai Chi, Yoga, Chi Gong, Gehmeditation
  • über das Wirken und Tun: z.B. Kalligrafie, Bogenschießen, Singen und Gebet

Bei einer Meditation bündelt der Meditierende seine Konzentration entweder auf ein Wort (Mantra) oder einen Gedanken, die Atmung, ein Sinnesgefühl oder ein Tun. Ziel ist, eine gewisse „Leere“ zu erreichen, bei der störende Gedanken ausgeblendet sind. Eine Meditation kann jederzeit und eigentlich überall praktiziert werden; es hilft jedoch ein ungestörter, ruhiger Ort, um zur Ruhe zu kommen.

Wofür wird die Meditation eingesetzt?

Meditationen sollen allgemein bei Ängsten und Stress helfen. Sie fördern die Selbsterkennung (Selbstreflexion) und helfen, sich entspannt auf das „Hier und Jetzt“ zu konzentrieren. Bei regelmäßigem Üben kann ein Zustand von entspannter Wachheit auch im Alltag erreicht werden. Dadurch steigt die Fähigkeit, gelassen mit Stress umzugehen. Meditationen können bei Schlafstörungen und Ängsten helfen. Einige Sportler meditieren, um ihre Leistung zu verbessern (Mentaltraining).

Von Meditieren ist abzuraten, wenn akute Depressionen oder Psychosen oder eine Tendenz zu ängstlicher Körperbeobachtung (Hypochondrie) bestehen. Wenn eine Mediation belastende Gefühle und Gedanken fördert, ist es wichtig, mit einem Arzt oder Psychotherapeuten darüber zu sprechen.

Weitere Informationen

Autor: Dipl.-Biol. Birgit Hertwig
medproduction GmbH, www.medproduction.de
Datum: Januar 2011
Letzte Aktualisierung: Januar 2015
Aktualisiert durch: Miriam Lossau, Diplom-Fachjournalistin
Quellen:
Margraf, J; Schneider, S.: Lehrbuch der Verhaltenstherapie. Springer, Heidelberg 2008
Rüegg, J.C.: Gehirn, Psyche und Körper: Neurobiologie von Psychosomatik und Psychotherapie. Schattauer, Stuttgart 2010