Haare

Haare
© Hans Braxmeier / pixabay.de

Haare bestehen vor allem aus Keratin, einer Hornsubstanz. Der Haarschaft ist der sichtbare Teil des Haars, der aus der Haut herausragt. Die Haarwurzel befindet sich unter der Haut. Als Haarfollikel oder Haarbalg werden die Strukturen bezeichnet, die die Haarwurzel umgeben. In den Haarfollikel münden Talgdrüsen, die das Haar einfetten. Das untere Ende der Haarwurzel, die Haarzwiebel (Matrix), ist an der Haarpapille in der Haut verankert; hier wird das Haar gebildet und über Blutgefäße mit Nährstoffen versorgt. Außerdem wird jedes einzelne Haar von einem Haarmuskel und Haarnerven versorgt. Im Querschnitt kann man drei Schichten des Haars unterscheiden: die äußere Haar-Schuppenschicht (Cuticula), in der Mitte das Haar-Mark (Medulla) und innen die Haar-Rinde (Kortex).

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Der menschliche Körper ist, bis auf wenige Stellen (wie Schleimhäute, Hand- und Fuß-Innenflächen) behaart. Neben den Kopfhaaren gibt es Nasenhaare, Ohrenhaare, Augenbrauen (Supercilia) und Wimpern (Cilia), Barthaare sowie Achselhaare und Schamhaare. Diese Haare werden als Terminalhaar bezeichnet und ihr Wachstum ist hormonabhängig. Velushaare („Wollhaare“) sind alle übrigen Körperhaare, die wesentlich kürzer und dünner sind. Lanugohaare kommen bei Neugeborenen vor (selten auch bei Erkrankungen) und werden aufgrund ihrer Flauschigkeit auch als „Flaumhaar“ bezeichnet. Kopfhaare sind bis zu 0,12 Millimeter dick und wachsen etwa einen Zentimeter pro Monat. Man verliert normalerweise täglich 60 bis 100 Haare. Wenn mehr Haare ausfallen, spricht man von Haarausfall (Alopezie).