Kniegelenk (Articulatio genus)

Beinskelett Frontalansicht
© LifeART Wolters Kluwer Health, Inc.

Das Kniegelenk wird aus dem Oberschenkel-Knochen (Femur), dem Schienbein (Tibia) und der Kniescheibe (Patella) gebildet. Es besitzt zwei Anteile: das Kniescheiben-Gelenk (Articulatio femoro-patellaris, Gelenk zwischen Oberschenkel-Knochen und Kniescheibe) und das Kniekehlen-Gelenk (Articulatio femoro-tibialis, Gelenk zwischen Oberschenkel-Knochen und Schienbein). Die mit Knorpel überzogenen Gelenkflächen des Oberschenkel-Knochens und des Schienbeins heißen Kondylen. Die Kniegelenk-Kapsel (Capsula articularis genu) besteht aus Bindegewebe und umhüllt das Gelenk. Außerdem ist das Kniegelenk von zahlreichen Schleimbeuteln (Bursae) umgeben. An der Hinterseite des Kniegelenks befindet sich die Kniekehle (Fossa poplitea), die Blutgefäße, Lymphknoten und Nerven enthält. Zwischen den Kondylen liegen Knorpelscheiben – die Menisken: der Innenmeniskus (Meniscus medialis) und der Außenmeniskus (Meniscus lateralis). Die Menisken vergrößern die Kontaktfläche zwischen dem Oberschenkel-Knochen und dem Schienbein, entlasten den Druck vom Oberschenkel auf den Unterschenkel („Stoßdämpfer“) und stabilisieren das Kniegelenk. Wichtige Strukturen im Kniegelenk sind außerdem die Bänder, wie die Seitenbänder (Innenband, Ligamentum collaterale mediale/tibiale, und Außenband, Ligamentum collaterale laterale/fibulare) und die Kreuzbänder (vorderes Kreuzband, Ligamentum cruciatum anterius, und hinteres Kreuzband, Ligamentum cruciatum posterius).

Anzeige