Zahnstein

Lächelder Mund
© Hans Braxmeier / pixabay.de

Zahnstein (Calculus dentis) wird auch als harter Zahnbelag bezeichnet. Er entsteht durch die Einlagerung von Mineralien in weichem Zahnbelag (Plaque). Plaque ist eine Ablagerung von  Bakterien auf den Zähnen, die hauptsächlich am Zahnfleisch-Rand oder an Unebenheiten auf den Zähnen vorkommt. Im Speichel befinden sich unterschiedliche Mineralsalze, zum Beispiel Kalzium, Phosphat und Fluorid. Diese fördern den Wiedereinbau zahnhärtender Mineralien (Remineralisation) der Zähne. Verbinden sich Phosphat und Kalzium, so entstehen Kristalle. Wenn sich diese Kalzium-Phosphat-Kristalle im weichen Zahnbelag ablagern, bildet sich Zahnstein. Abhängig vom Mineralstoff-Gehalt im Speichel kann Plaque bereits nach 24 Stunden sogenannte Mineralisationszentren aufweisen. Bestimmte Wirkstoffe in Zahnpasten (Zahnstein-Inhibitoren, z.B. Pyrophosphate und Zinkchlorid) hemmen die Bildung von Zahnstein. Diese Chemikalien stören das Wachstum der Kristalle auf den Zahnoberflächen. Zahnstein verursacht Flecken und Verfärbungen auf den Zähnen. Zudem wird durch die raue Oberfläche des Zahnsteins das Zahnfleisch gereizt, sowie die weitere Anlagerung von Plaque begünstigt. In der Folge breitet sich der Zahnstein immer weiter aus, vorzugsweise in Richtung der Zahnwurzel. Zahnstein, der sich unterhalb der Zahnfleisch-Grenze befindet, wird als Konkrement bezeichnet. Das Konkrement wiederum begünstigt die Bildung von Zahntaschen. Als solche werden kleine Hohlräume zwischen dem Zahnfleisch und den Zahnhälsen bezeichnet. In diesen Taschen finden Bakterien einen idealen Lebensraum vor. Die Folge ist eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis), aus der sich eine Entzündung des Zahnhalteapparats (Parodontitis) entwickeln kann. Zahnstein, insbesondere das Konkrement, haftet fest an den Zähnen. Durch einfaches Zähneputzen löst sich der Zahnstein nicht ab. Es empfiehlt sich daher, den Zahnstein von einem Zahnarzt entfernen zu lassen, zum Beispiel im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung.

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