Zahnverformungen

Zahnwurzeln
© Tobias Bräuning / pixelio.de

Die Form der einzelnen Zähne ist recht unterschiedlich und der jeweiligen Funktion des Zahns angepasst. So haben Schneidezähne andere Zahnmerkmale als Backenzähne. Zu Zahnverformungen kommt es, wenn die Zahnentwicklung gestört ist, aufgrund von Krankheiten oder durch die tägliche Belastung der Zähne. Bei den Verformungen unterscheidet der Zahnarzt, ob alle Zähne (generalisiert), Zahngruppen oder nur einzelne Zähne (solitär), betroffen sind. Ein Kleinwuchs der Zähne (Mikrodontie) betrifft hauptsächlich einzelne Zähne. Dagegen ist eine generalisierte Mikrodontie, also ein Kleinwuchs aller Zähne, eher selten und meist erblich bedingt. Diese Zahnverformungen entstehen beispielsweise beim Down-Syndrom oder bei angeborenen Herzerkrankungen.  Ist die Zahnkrone vergrößert, kann dies an einer Doppelzahn-Bildung (Zwillingsanomalie) liegen. Typische Zahnverformungen von Backenzähnen (Molaren) sind die sogenannten Stierzähne (Taurodontismus). Auffällig dabei sind die massiven und überdurchschnittlich großen Zahnwurzeln. Durch Ausstülpungen des inneren Schmelzepithels bilden sich Zusatzhöcker auf Einzelzähnen, umgekehrt zeigen sich Dellen in Zahnkronen. Neben den genannten Störungen in der Zahnentwicklung werden Zähne auch durch Abnutzen (z.B. beim Kauen oder Zähneputzen), Abschaben (Zähneknirschen)oder Abbrechen verformt. Gemeinsam mit den Zahnverformungen treten häufig auch Zahnverfärbungen auf. Zusätzlich kann sich die Beschaffenheit der Zahnhartsubstanzen (Dentin und Zahnschmelz) ändern, sodass die Zähne weicher werden. Mithilfe eines Zahnersatzes oder Veneers stellt der Zahnarzt die eigentliche Zahnform wieder her. Diese Art der Zahnkorrektur erfolgt hauptsächlich aus kosmetischen Gründen. Sollte aufgrund der Zahnverformungen die Funktion der Zähne beeinträchtigt sein (z.B. Beschwerden beim Kauen), ist eine Korrektur notwendig.

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