Herzwerte (Herzenzyme)

Stethoskop auf dem Tisch
© Halina Zaremba /pixelio.de

Was bedeuten die Herzwerte (Herzenzyme)?

Unter den Herzwerten versteht man Laborwerte, die auf mögliche Herzkrankheiten oder eine eingeschränkte Herzfunktion hinweisen. Dies sind in erster Linie sogenannte Herzenzyme wie:

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Wann werden die Herzwerte (Herzenzyme) gemessen (welche Indikation)?

Die Messung der Herzwerte bzw. Herzenzyme ist vor allem beim Verdacht oder zur Verlaufskontrolle von Herzerkrankungen sowie allen Krankheiten, die mit einer Störung der Herzfunktion einhergehen können, sinnvoll. Hierzu zählt vor allem der Verdacht auf einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt).

Wie werden die Herzwerte (Herzenzyme) gemessen?

Die Herzwerte bzw. Herzenzyme werden im Blut gemessen.

Wie lauten die Referenzwerte für die Herzwerte (Herzenzyme)?

Für Erwachsene gelten folgende Referenzwerte für diese Herzwerte bzw. Herzenzyme:

  • CK (Creatinkinase) und CK-MB:
  • Männer:
    • Gesamt-CK: < 190 U/l
    • CK-MB: < 6,0 µg/l
    • CK-MB-Aktivität: < 25 U/l
  • Frauen:
    • Gesamt-CK: < 170 U/l
    • CK-MB: > 6,0 µg/l
    • CK-MB-Aktivität: < 25 U/l
  • HBDH (Alpha-Hydroxybutyrat-Dehydrogenase) = LDH (Laktat-Dehydrogenase) 1 und 2
  • 72-182 U/l
  • Troponin T:
  • Kein Hinweis auf einen frischen Herzinfarkt: < 0,4 µg/l
  • Verdacht auf einen Herzmuskelschaden: 0,4-2,3 µg/l
  • Verdacht auf einen Herzinfarkt: > 2,3 µg/l

Was bedeutet eine Erhöhung der Herzwerte (Herzenzyme)?

Erhöhte Herzwerte bzw. Herzenzyme wie CK, CK-MB, HBDH, LDH und Troponin T können ein Hinweis auf einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) oder andere Herzmuskel-Erkrankungen wie eine Herzmuskel-Entzündung (Myokarditis) sein. Weitere Labortwerte und medizinische Untersuchungen sind notwendig, um die Ursache abzuklären.

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Was bedeutet eine Erniedrigung der Herzwerte (Herzenzyme)?

Zu niedrige Herzwerte bzw. Herzenzyme haben in der Regel keinen Krankheitswert.

Weitere Informationen

Autor: Dr. med. M. Waitz
medproduction GmbH, www.medproduction.de
Datum: Januar 2012
Letzte Aktualisierung: Januar 2015
Aktualisiert durch: Simon Korn, M.Sc. Biologie
Quellen:
Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL): Labtestsonline. www.labtestonline.de (Abruf: 01/2015)
Furger, P.: Labor quick. Thieme, Stuttgart 2013
Herodl, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2015
Neumeister, B.: Klinikleitfaden Labordiagnostik. Elsevier Urban & Fischer, München 2009
Pschyrembel. Klinisches Wörterbuch. 266. Auflage. De Gruyter, Berlin 2014

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