Kupfer (Cu)

Kupferdraht
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Was bedeutet der Laborwert Kupfer?

Kupfer (kurz: Cu, von lateinisch: Cuprum) ist ein Metall, das sich im Körper in Spuren findet (Spurenelement). Es muss mit der Nahrung zugeführt werden und ist vor allem in Vollkorn-Getreiden, Nüssen, Schalentieren und Innereien enthalten. Anschließend wird es im Dünndarm aufgenommen. Kupfer erfüllt einige wichtige Funktionen im Körper; so ist es zum Beispiel an der Bildung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) beteiligt und ist wichtig für Gehirn und Nerven. Ein Kupfermangel kann zu Blutarmut (Anämie), einer verminderten Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten), Abwehrschwäche, Farbstörungen der Haut, Funktionsstörungen des Zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark) und Wachstumsstörungen führen.

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Wann wird der Laborwert Kupfer gemessen (welche Indikation)?

Ärzte bestimmen den Kupfer-Wert beim Verdacht auf bestimmte Kupfer-assoziierte Krankheiten wie Morbus Wilson und das Menkes-Syndrom. Bei Morbus Wilson (Kupferspeicher-Krankheit) lagert sich Kupfer in den Organen (wie Leber, Nieren und Gehirn) ab. Das Menkes-Syndrom ist eine erblich bedingte Kupferstoffwechsel-Störung und durch Kupfer-Mangel gekennzeichnet. Außerdem wird der Kupfer-Spiegel bei einer längeren künstlichen Ernährung gemessen.

Wie wird der Laborwert Kupfer gemessen?

Kupfer (Cu) kann im Blut sowie im Urin (sog. 24-Stunden-Sammel-Urin) gemessen werden.

Wie lauten die Referenzwerte für den Laborwert Kupfer?

Die Referenzwerte beim Erwachsenen für Kupfer (Cu) lauten:

  • im Blut:
    • Männer: 79-131 µg/dl
    • Frauen: 74-122 µg/dl
  • im Urin: 10-50 µg/Tag

Was bedeutet eine Erhöhung des Laborwerts Kupfer?

Erhöhte Kupfer-Werte im Urin finden sich bei Morbus Wilson (Kupferspeicher-Krankheit). Mögliche Ursachen für einen erhöhten Kupfer-Spiegel im Blut sind:

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Außerdem ist der Kupfer-Wert häufig in der Schwangerschaft, bei einer Östrogen-Therapie sowie bei der Einnahme der Anti-Baby-Pille erhöht.

Was bedeutet eine Erniedrigung des Laborwerts Kupfer?

Ein zu niedriger Kupfer-Wert im Blut kommt bei Morbus Wilson (Kupferspeicher-Krankheit) und dem Menkes-Syndrom vor. Außerdem können ein ernährungsbedingter Kupfer-Mangel sowie Nierenerkrankungen (Nephrotisches Syndrom) Ursache eines Kupfer-Mangels sein.

Weitere Informationen

Autor: Dr. med. M. Waitz
medproduction GmbH, www.medproduction.de
Datum: Januar 2012
Letzte Aktualisierung: Januar 2015
Aktualisiert durch: Simon Korn, M.Sc. Biologie
Quellen:
Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL): Labtestsonline. www.labtestonline.de (Abruf: 01/2015)
Furger, P.: Labor quick. Thieme, Stuttgart 2013
Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2015
Neumeister, B.: Klinikleitfaden Labordiagnostik. Elsevier Urban & Fischer, München 2009

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