MCH

Blutkörperchen stark vergrößert
© Gerd Altmann / pixabay.de

Was bedeutet der Laborwert MCH?

MCH (= Mean Corpuscular Haemoglobin) ist ein Laborwert, der den mittleren Hämoglobin-Gehalt der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) angibt. Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff. MCH berechnet sich aus dem Hämoglobin-Gehalt und der Anzahl der roten Blutkörperchen: MCH (pg/Zelle) = Hämoglobin (g/l) / Erythrozyten-Zahl (1012/l).

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Wann wird der Laborwert MCH gemessen (welche Indikation)?

Der Labortwert MCH wird zur Diagnose und Bestimmung verschiedener Formen von Blutarmut (Anämie) gemessen.

Wie wird der Laborwert MCH gemessen?

Um MCH zu messen, erfolgt eine Blutentnahme (z.B. aus einer Armvene).

Wie lauten die Referenzwerte für den Laborwert MCH?

Die Referenzwerte für MCH lauten:

  • Erwachsene: 28-32 fl bzw. 1,7-2,0 fmol
  • Neugeborene: 33-39 fl bzw. 2,04-2,42 fmol

Was bedeutet eine Erhöhung des Laborwerts MCH?

Mögliche Ursachen für eine Erhöhung von MCH sind:

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  • Blutarmut (Anämie) durch Vitamin-B12-Mangel
  • Blutarmut (Anämie) durch Folsäure-Mangel
  • Lebererkrankungen
  • Alkoholmissbrauch
  • Blutkrankheiten (z.B. Leukämien, Lymphome, Plasmozytom)

Was bedeutet eine Erniedrigung des Laborwerts MCH?

Eine Erniedrigung von MCH kann verursacht sein durch:

  • Blutarmut (Anämie) durch Eisenmangel (z.B. bei Ernährungsstörungen, Blutungen, Darmerkrankungen oder erhöhtem Eisenbedarf in der Schwangerschaft und Stillzeit)
  • Eisenverwertungs-Störungen durch Infektionen oder Tumoren
  • Hämoglobin-Störungen (Hämoglobinopathien)
  • Blutarmut (Anämie) durch Vitamin-B1-Mangel oder Vitamin-B6-Mangel

Weitere Informationen

Autor: Dr. med. M. Waitz
medproduction GmbH, www.medproduction.de
Datum: Januar 2012
Letzte Aktualisierung: Januar 2015
Aktualisiert durch: Simon Korn, M.Sc. Biologie
Quellen:
Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL): Labtestsonline. www.labtestonline.de (Abruf: 01/2015)
Furger, P.: Labor quick. Thieme, Stuttgart 2013
Neumeister, B.: Klinikleitfaden Labordiagnostik. Elsevier Urban & Fischer, München 2009
Pschyrembel. Klinisches Wörterbuch. 266. Auflage. De Gruyter, Berlin 2014