Nase (Nasus)

Gesicht im Profil
© Robert Balog / pixabay.de

Die Nase (Nasus) zählt zum Riechorgan und den oberen Atemwegen des Menschen. Sie besteht aus knöchernen und knorpeligen Anteilen, ist außen von Haut bedeckt und liegt in der Mitte des Gesichts. Die Nase kann in die äußere Nase (Nasus externus) und die innere Nase (Nasus internus) unterteilt werden. Bei der äußeren Nase (Nasengerüst, Nasenpyramide) unterscheidet man die Nasenwurzel (Radix nasi), den Nasenrücken (Dorsum nasi), die Nasenspitze (Apex nasi) und die beiden Nasenflügel (Alae nasi).

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Die paarigen Nasenlöcher (Nares) führen in die innere Nase, die Nasenhöhle (Cavum nasi, Cavitas nasi). Das Nasendach (Tectum nasi) bildet die obere knöcherne Begrenzung der Nasenhöhle. Es wird aus dem Nasenbein (Os nasale), einem Teil des Stirnbeins (Os frontale), des Siebbeins (Os ethmoidale) und des Keilbeins (Os sphenoidale) gebildet. Die Nasenhöhle ist durch die knorpelige Nasen-Scheidewand (Septum nasi) in eine linke und rechte Hälfte getrennt. Die Nasenhöhlen bestehen jeweils aus einem Nasenvorhof (Vestibulum nasi) und einer Nasen-Haupthöhle (Cavum nasi proprium). Die Nasenhöhlen sind durch die knöchernen Nasenmuscheln (Conchae nasales) untergliedert.

Es gibt drei Nasenmuscheln: eine obere (Concha nasi superior), eine mittlere (Concha nasi media) und eine untere Nasenmuschel (Concha nasi inferior). Zwischen den Nasenmuscheln finden sich Nasengänge (Meatus nasi superior, Meatus nasi medius, Meatus nasi inferior). Die Nasengänge verbinden die Nase mit den Nasen-Nebenhöhlen (Hohlräume im knöchernen Schädel). Im hinteren Teil der Nasenhöhle befinden sich die Choanen: zwei nebeneinander liegende Öffnungen, durch die die in die Nase eingeatmete Luft von der Nasenhöhle in den Rachen strömt. Die Nase hat mehrere Funktionen: Zum einen dient sie der Erwärmung, Anfeuchtung und Vorreinigung der Atemluft. Nasenhaare und Flimmerhärchen auf der Nasen-Schleimhaut fangen erste gröbere Partikel ab, sodass sie nicht in tiefere Atemwege gelangen können. Außerdem befindet sich in der Nase die Riechschleimhaut (Regio olfactoria). Über den Riechnerven (Nervus olfactorius) werden Geruchswahrnehmungen an das Gehirn zum Riechzentrum weitergeleitet. Die Nase ist außerdem wichtig zur Stimmbildung und wirkt sich auch auf den Geschmackssinn aus.