Hausmittel gegen Schwitzen

Wassertropfen
© Krzysztof Pluta / pixabay.de

Schwitzen ist eine normale Körperfunktion, die der Regulierung Ihrer Körpertemperatur dient. Bei hohen Außentemperaturen, körperlicher Überanstrengung oder fieberhaften Infektionen scheidet Ihre Haut vermehrt Flüssigkeit über die Poren aus. Die Kälte, die durch Verdunstung auf der Hautoberfläche entsteht, schützt Ihren Körper so vor Überhitzung.

Anzeige

Der Mensch scheidet pro Tag durchschnittlich einen halben Liter Schweiß aus. Schweiß enthält neben Wasser vor allem Salz, Mineralien, Zucker, Milchsäuren und Fettsäuren sowie Harnsäure. Wenn Sie übermäßig schwitzen, lassen Sie sich ärztlich untersuchen – Schwitzen kann auch auf Erkrankungen wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), eine Schilddrüsen-Überfunktion oder auf hormonelle Störungen hindeuten. Häufig ist vermehrtes Schwitzen aber auch genetisch bedingt.

Mit regelmäßigem Sport, Kneipp-Kuren, Saunagängen, salzarmer Ernährung, dem Verzicht auf Alkohol, Kaffee und stark gewürzte Speisen sowie durch atmungsaktive Kleidung können Sie starkem Schwitzen vorbeugen. Einige Hausmittel eignen sich ebenfalls, um die Schweißproduktion zu regulieren.

Bekannte Hausmittel gegen Schwitzen

  • Trinken Sie eine Tasse Salbeitee! Salbei hat eine schweißhemmende Wirkung. Nehmen Sie einige Salbeiblätter und überbrühen Sie diese mit etwa 250 ml kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee etwa zehn Minuten ziehen und seihen Sie ihn durch ein Sieb ab. Sie können den Tee auch mit ein wenig Honig süßen.
  • Waschen Sie sich mit einer Tinktur aus Eichenrinde. Brühen Sie einen Esslöffel Eichenrinde mit heißem Wasser auf und lassen Sie die Mischung mehrere Minuten ziehen. Gießen Sie das Wasser durch ein Sieb ab, tränken Sie einen Waschlappen darin und benetzen Sie die Hautstellen mit dem Eichenrinden-Sud, an denen Sie besonders schwitzen. Eichenrinde hemmt die Schweißbildung.

Weitere Informationen

Autor: Christian Ohlig
medproduction GmbH, www.medproduction.de
Datum: August 2010
Letzte Aktualisierung: Januar 2015
Aktualisiert durch: Simon Korn, Biologe
Quellen:
Abeck, D.: Häufige Hautkrankheiten in der Allgemeinmedizin. Springer, Heidelberg 2011
Fritsch, P.:  Dermatologie und Venerologie für das Studium. Springer, Heidelberg 2009
Meves, A.: Intensivkurs Dermatologie. Urban & Fischer Verlag, München 2006
Pschyrembel. Klinisches Wörterbuch. 266. Auflage. De Gruyter, Berlin 2014