Bachblüten: So wirkt die alternative Heilmethode

Blüte (Foto: Pixabay.com)
Blüte (Foto: Pixabay.com)

Die Therapie mit Bachblüten ist ein Verfahren aus der Alternativmedizin. Namensgeber ist der britische Arzt Edward Bach, der die Bach-Blüten-Therapie in den 1930er Jahren begründete. Die Einnahme von Bachblüten soll seelische Störungen beheben und auf diese Weise Krankheiten vorbeugen. Eine wissenschaftliche Wirksamkeit der Bach-Blüten-Therapie konnte bislang zwar nicht nachgewiesen werden, dennoch schwören viele Menschen auf die Heilkraft der Bachblüten.

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Der britische Arzt und Bakteriologe Edward Bach beschrieb in den 1930er Jahren 38 disharmonische Seelenzustände der menschlichen Natur und suchte nach einer Volksmedizin, mit der jeder Mensch sich selbst behandeln könne, um Krankheiten vorzubeugen. Intuitiv fand er auf seinen Wanderungen in der Natur 38 Pflanzen gängiger Bäume und Kräuter, deren Schwingungsenergie die Seelenzustände harmonisieren sollen. Dies war die Grundlage der Bach-Blüten-Therapie, die auch heute noch bei Anhängern alternativmedizinischer Verfahren beliebt ist. Eines der bekanntesten Produkte aus Bachblüten sind die sogenannten Rescue-Tropfen oder Notfall-Tropfen, die Edward Bach aus fünf Einzelessenzen herstellte. Sie sollen bei seelischen Notlagen angewendet werden. Generell sollen Bachblüten-Präparate seelische Störungen beheben und so Krankheiten vorbeugen.

Wie wirken die Bachblüten?

Wie Bachblüten wirken, ist bislang trotz einiger Theorien nicht genau bekannt. Anders als beispielsweise die Homöopathie, wirkt die Bach-Blüten-Therapie nicht direkt gegen ein körperliches Symptom, sondern beeinflusst über eine seelische Wirkung das Wohlbefinden und soll so Krankheiten vorbeugen. Diese seelische Wirkung der Bachblüten erfolgt über energetische Schwingungen. Edward Bach beschrieb 38 Seelenzustände, die aus dem Gleichgewicht geraten und die durch die 38 Bachblüten wieder in Einklang gebracht werden können.

Bachblüten werden zumeist als Tropfen in kleinen Fläschchen verkauft. Um sie herzustellen, werden die Blüten der Pflanzen zunächst in Wasser gelegt, wo sie ihre ihnen zugesprochene heilende Energie an das Wasser abgeben. Danach wird Alkohol dem Wasser zugegeben und 240-fach verdünnt. Zur medizinischen Anwendung wird ein Tropfen in ein Glas Wasser gegeben und getrunken. Die Bestandteile aus den ursprünglichen Blüten sind somit extrem stark verdünnt bis nahezu nicht mehr nachweisbar.

Wann werden Bachblüten angewandt?

Edward Bach beschrieb 38 Seelenzustände, die aus dem Gleichgewicht geraten und bei denen Bachblüten angewandt werden können, um das seelische Gleichgewicht wiederherzustellen. Hierzu zählen unter anderem:

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  • Angstzustände, grundlose und unerklärliche Ängste
  • Wutausbrüche, Aggressivität, unkontrolliertes Verhalten
  • Lernschwäche, Unkonzentriertheit
  • Überforderung, Versagensangst
  • Unruhe, Ungeduld
  • Trauer, schlechte Laune, Depression
  • Stimmungsschwankungen
  • Müdigkeit, Erschöpfung
  • Antriebslosigkeit, Unlust

Sind Bachblüten zu empfehlen?

Die Frage, ob Bachblüten nun eine Heilkraft besitzen oder nicht, spaltet die Gemüter: Die einen schwören auf die heilende Wirkung der Bachblüten, die anderen halten vor, dass ein wissenschaftlicher Nachweis der Wirksamkeit von Bachblüten nicht erbracht wurde. Letztlich muss also jeder selbst entscheiden, ob er sich für eine Bach-Blüten-Therapie begeistert oder für eine andere alternativ- oder schulmedizinische Behandlung entscheidet.

Fakt ist, dass die Kosten für eine Bach-Blüten-Therapie bislang nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden, anders als zum Beispiel eine Psychotherapie gegen seelische Probleme, die zu den sogenannten Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung gehört und unter bestimmten Voraussetzungen von den Kassen bezahlt wird. Wer Bachblüten einnehmen möchte, muss die Kosten also selbst tragen.

Nebenwirkungen von Bachblüten, im Sinne einer direkten Schädigung durch eine Bach-Blüten-Therapie, sind weder bekannt noch nachgewiesen. In Notfallsituationen oder bei ernsthaften körperlichen oder psychischen Erkrankungen ist allerdings von einer Selbstbehandlung mit Bachblüten abzuraten. Suchen Sie in diesem Fall zunächst einen Arzt oder eine Ärztin auf, um die Ursache und eine möglicherweise notwendige Behandlung abzuklären. Bach-Blüten können dann bei Bedarf zusätzlich eingenommen werden.

Weitere Informationen

Autor: Redaktion medproduction
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Martin Waitz
Datum: September 2020
Quellen:
Bachblüten-Ratgeber: https://www.bach-blueten-portal.de/bachblueten/ (Abruf: September 2020)
Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS): IGeL-Monitor, Bach-Blütentherapie: https://web.archive.org/web/20140709110457/http:/www.igel-monitor.de/IGeL_A_Z.php?action=view&id=60 (Abruf: September 2020)
Sommer, Dr. med. André: Cara Care – Bachblüten. (Abruf: September 2020)

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