HKT (Hämatokrit)

Blut vermischt sich mit Wasser
© Ewa Urban / pixabay.de

Was bedeutet der Hämatokrit?

Der Hämatokrit (HKT) ist der Anteil der Blutzellen – hauptsächlich der Erythrozyten, der roten Blutkörperchen – am Gesamtblut. Er ist ein Maß für die Viskosität, also die „Zähigkeit“, des Blutes.

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Wann wird der Hämatokrit gemessen (welche Indikation)?

Der Hämatokrit (HKT) wird beim Verdacht auf eine Blutarmut (Anämie) oder eine Polyglobulie – eine krankhafte Vermehrung der Blutzellen – sowie auf Störungen des Wasserhaushalts (Austrocknung oder Überwässerung) gemessen.

Wie wird der Hämatokrit gemessen?

Um den Hämatokrit (HKT) zu bestimmen, ist eine Blut-Untersuchung nötig. Die Messung erfolgt im Labor entweder automatisiert mittels Blutzähl-Geräten oder mittels Zentrifugation.

Wie lauten die Referenzwerte für den Hämatokrit?

Die Referenzwerte beim Erwachsenen für den Hämatokrit (HKT) lauten:

  • Männer: 42-50 %
  • Frauen: 38-44 %

Was bedeutet eine Erhöhung des Hämatokrits?

Erhöhte Hämatokrit-Werte sprechen für eine Polyglobulie – eine krankhafte Vermehrung der Blutzellen. Ursache hierfür können Sauerstoff-Mangel, Lungenkrankheiten, Herzerkrankungen, Nierenerkrankungen oder Tumoren sowie die Polyzythämia vera, eine Blutbildungsstörung, sein. Außerdem kann der Hämatokrit bei Austrocknung (Dehydratation) erhöht sein.

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Was bedeutet eine Erniedrigung des Hämatokrits?

Erniedrigte Laborwerte des Hämatokrits (HKT) kommen bei einer Blutarmut (Anämie, z.B. Eisenmangel-Anämie oder durch Blutverlust) sowie bei einer Überwässerung (Hyperhydratation) vor.

Weitere Informationen

Autor: Dr. med. M. Waitz
medproduction GmbH, www.medproduction.de
Datum: Januar 2012
Letzte Aktualisierung: Januar 2015
Aktualisiert durch: Simon Korn, M.Sc. Biologie
Quellen:
Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL): Labtestsonline. www.labtestonline.de (Abruf: 01/2015)
Furger, P.: Labor quick. Thieme, Stuttgart 2013
Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2015
Neumeister, B.: Klinikleitfaden Labordiagnostik. Elsevier Urban & Fischer, München 2009