Eisen (Ferrum)

Eisenkette
© cortixxx /pixabay.de

Was bedeutet der Laborwert Eisen?

Eisen (Ferrum) ist ein wichtiges Spurenelement im Körper. Es befindet sich unter anderem im roten Blutfarbstoff, dem Hämoglobin. Eisen bindet Sauerstoff an das Hämoglobin der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und sorgt so für den Transport von Sauerstoff über das Blut zu den Zellen. Bei einem Eisenmangel kann es daher zu einer Blutarmut (Eisenmangel-Anämie) kommen, bei welcher der Körper schlechter mit Sauerstoff versorgt wird.

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Wann wird der Laborwert Eisen gemessen (welche Indikation)?

Eisen wird beim Verdacht auf einen Eisenmangel – zum Beispiel bei einer Blutarmut durch Eisenmangel (Eisenmangel-Anämie) – oder beim Verdacht auf eine Eisenüberladung bestimmt. Allerdings ist der alleinige Eisen-Laborwert nicht aussagekräftig, sondern er wird zusammen mit Ferritin (Eisen-Speicherstoff) und ggf. Transferrin (Eisen-Transport-Protein) gemessen.

Wie wird der Laborwert Eisen gemessen?

Eisen wird im Blut gemessen. Am besten erfolgt die Blutentnahme morgens und nüchtern, da der Eisenspiegel erheblichen Tagesschwankungen unterliegt sowie von der Ernährung abhängig ist.

Wie lauten die Referenzwerte für den Laborwert Eisen?

Die Eisen-Referenzwerte für Erwachsene sind:

  • Männer: 40-170 µg/dl bzw. 6,3-30,1 µmol/l
  • Frauen: 23-165 µg/dl bzw. 4,1-29,5 µmol/l

Zu beachten ist, dass die Eisen-Referenzwerte methoden- und laborabhängig sind. Es empfiehlt sich daher, sich nach den Referenzwerten des jeweiligen Labors zu richten.

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Was bedeutet eine Erhöhung des Laborwerts Eisen?

Erhöhte Eisenwerte können verursacht sein durch:

  • Eisenüberladung, z.B. durch Eisenspeicher-Krankheit (Hämochromatose) oder häufige Bluttransfusionen
  • Eisenverteilungsstörungen, z.B. blockierte Eisenfreisetzung bei Entzündungen, Infektionen, Tumoren, Leberschäden
  • Hämolyse (Zerfall von roten Blutkörperchen, Erythrozyten), z.B. bei bestimmten Formen von Blutarmut (Anämie) wie Vitamin-B12-Mangel-Anämie/Folsäure-Mangel-Anämie, bei Porphyrien (Blutbildungsstörungen) oder bei einer Bleivergiftung
  • Eisentherapie (Einnahme/Verabreichung eisenhaltiger Medikamente)

Was bedeutet eine Erniedrigung des Laborwerts Eisen?

Erniedrigte Eisenwerte sprechen für einen Eisenmangel, z.B. verursacht durch:

  • Eisenverlust durch Blutungen, wie Magen-Darm-Blutung (z.B. bei Magengeschwür), Blut im Stuhl, Blut im Urin, verstärkte Menstruationsblutung, Blutspenden
  • Eisenarme Ernährung, z.B. Vegetarier, Alkoholiker
  • Verminderte Eisenaufnahme im Darm, z.B. bei Zöliakie (Einheimischer Sprue)
  • Erhöhten Eisenbedarf in der Schwangerschaft und Stillzeit

Weitere Informationen

Autor: Dr. med. M. Waitz
medproduction GmbH, www.medproduction.de
Datum: Januar 2012
Letzte Aktualisierung: Januar 2015
Aktualisiert durch: Simon Korn, M.Sc. Biologie
Quellen:
Arastéh, K. et al.: Duale Reihe. Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013
Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL): Labtestsonline. www.labtestonline.de (Abruf: 01/2015)
Furger, P.: Labor quick. Thieme, Stuttgart 2013
Neumeister, B.: Klinikleitfaden Labordiagnostik. Elsevier Urban & Fischer, München 2009

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