Noradrenalin

Probeentnahme im Labor
© Ewa Urban / pixabay.de

Was bedeutet der Laborwert Noradrenalin?

Noradrenalin ist ein Hormon, das vor allem im Nebennierenmark (NNM) gebildet wird. Es zählt – gemeinsam mit Adrenalin und Dopamin – zu den Katecholaminen. Dies sind Botenstoffe im sogenannten vegetativen Nervensystem. Da Noradrenalin bei körperlichem und psychischem Stress vermehrt ins Blut abgegeben wird, bezeichnet man es auch als „Stresshormon“. So verengt Noradrenalin vor allem die Blutgefäße und erhöht den Blutdruck.

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Wann wird der Laborwert Noradrenalin gemessen (welche Indikation)?

Die Messung von Katecholaminen wie Noradrenalin ist vor allem bei Verdacht auf einen Tumor, der Katecholamine produziert, sinnvoll.

Wie wird der Laborwert Noradrenalin gemessen?

Noradrenalin kann im Blut sowie im 24-Stunden-Sammelurin gemessen werden. Im Labor erfolgt die Bestimmung mittels sogenannter Hochdruck-Flüssigkeits-Chromatografie (HPLC, High Pressure Liquid Chromatography).

Wie lauten die Referenzwerte für den Laborwert Noradrenalin?

Für Erwachsene gelten folgende Noradrenalin-Referenzwerte im Urin:

  • 23-105 µg pro Tag
  • 135-620 nmol pro Tag

Was bedeutet eine Erhöhung des Laborwerts Noradrenalin?

Eine Noradrenalin-Erhöhung kann auf einen Katecholamin-produzierenden Tumor hindeuten, zum Beispiel ein Phäochromozytom oder ein Neuroblastom. Auch Bluthochdruck, Stress, körperliche Belastung und eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) sind mögliche Ursachen von erhöhten Noradrenalin-Werten.

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Was bedeutet eine Erniedrigung des Laborwerts Noradrenalin?

Niedrige Noradrenalin-Werte haben in der Regel keinen Krankheitswert.

Weitere Informationen

Autor: Dr. med. M. Waitz
medproduction GmbH, www.medproduction.de
Datum: Januar 2012
Letzte Aktualisierung: Januar 2015
Aktualisiert durch: Simon Korn, M.Sc. Biologie
Quellen:
Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL): Labtestsonline. www.labtestonline.de (Abruf: 01/2015)
Furger, P.: Labor quick. Thieme, Stuttgart 2013
Neumeister, B.: Klinikleitfaden Labordiagnostik. Elsevier Urban & Fischer, München 2009