CEA (Carcinoembryonales Antigen)

Spritze und Stethoskop
© Holger Langmaier / pixabay.de

Was bedeutet der Laborwert CEA?

CEA (Carcinoembryonales Antigen) ist ein Eiweiß, das von Zellen des Darms, der Bauchspeicheldrüse und der Leber gebildet wird und sich im Blut gesunder Menschen nur in geringen Spuren findet. In der Labormedizin wird CEA als Tumormarker genutzt. Tumormarker sind Laborwerte, die der Arzt meist zur Verlaufskontrolle von Krebserkrankungen bestimmen lässt.

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Wann wird der Laborwert CEA gemessen (welche Indikation)?

Erhöhte Konzentrationen von CEA (Carcinoembryonales Antigen) finden sich bei verschiedenen Krebserkrankungen. CEA wird daher als Tumormarker vor allem bei Darmkrebs (Kolonkarzinom und Rektumkarzinom) zur Therapie- und Verlaufskontrolle gemessen. Bei Brustkrebs (Mammakarzinom) gilt CEA als Zweitmarker. Auch zur Differenzierung von Lebertumoren (Leberkrebs, Lebermetastasen) wird das Carcinoembryonale Antigen herangezogen.

Wie wird der Laborwert CEA gemessen?

Der Tumormarker CEA (Carcinoembryonales Antigen) wird im Blut gemessen. Im Labor erfolgt die Analyse mittels Immunoassay.

Wie lauten die Referenzwerte für den Laborwert CEA?

Der Toleranzwert (Cut-off-Wert) für den Tumormarker CEA beträgt:

  • bei Nichtrauchern: 5 μg/l
  • bei Rauchern: 10 μg/l

Zu beachten ist, dass die Cut-off-Werte für CEA methoden- und laborabhängig sind. Es empfiehlt sich daher, sich nach den Referenzwerten des jeweiligen Labors zu richten.

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Was bedeutet eine Erhöhung des Laborwerts CEA?

Erhöhte Werte des Tumormarkers CEA können für eine erhöhte Tumoraktivität sprechen. Steigen die Tumormarker-Werte also während der Krebstherapie oder im Rahmen der Krebsnachsorge an, müssen weitere Untersuchungen zeigen, ob der die Krebserkrankung (z.B. der Darmkrebs) tatsächlich weiter fortschreitet.

Erhöhte CEA-Werte können aber auch andere – nicht krebsbedingte – Gründe haben, zum Beispiel:

Was bedeutet eine Erniedrigung des Laborwerts CEA?

Fallen die Werte des Tumormarkers CEA während der Krebstherapie oder im Rahmen der Krebsnachsorge ab, spricht dies dafür, dass die Therapie anschlägt und der Tumor (z.B. der Darmkrebs) erfolgreich bekämpft wurde.

Weitere Informationen

Autor: Dr. med. M. Waitz
medproduction GmbH, www.medproduction.de
Datum: Juli 2014
Letzte Aktualisierung: Januar 2015
Aktualisiert durch: Simon Korn, M.Sc. Biologie
Quellen:
Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL): Labtestsonline. www.labtestonline.de (Abruf: 01/2015)
Deutsches Krebsforschungszentrum, Krebsinformationsdienst: http://www.krebsinformationsdienst.de/untersuchung/tumormarker.php  
(Abruf: 01/2015)
Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2015
Neumeister, B.: Klinikleitfaden Labordiagnostik. Elsevier Urban & Fischer, München 2009
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Fakultät für Klinische Medizin Mannheim:
www.ma.uni-heidelberg.de/inst/ikc/ikc-tumormarker.html (Abruf: 01/2015)

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