Hypnose

Pendel
© Hebi65 / pixabay.de

Menschen unter Hypnose befinden sich in einem veränderten Bewusstseinszustand: Sie fühlen sich tief entspannt und ihr Verstand ist nicht länger oberste Kontrollinstanz – dadurch sind sie empfänglicher für die Behandlung von psychischen und körperlichen Beschwerden.

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Hypnose ist eine sehr alte, bewährte Behandlungsmethode – schon 1778 nutzte der österreichische Arzt Franz Anton Mesmer sie als Therapie. Im Jahr 1950 erkannten die britischen und amerikanischen Gesellschaften für Medizin Hypnose schließlich offiziell als „medizinische Methode“ an.

Wie wird Hypnose angewendet?

Während einer Hypnose empfindet der Patient eine tiefe Entspannung: Gefühle und Erinnerungen werden nicht mehr durch den Verstand kontrolliert und der Geist ist offen für neue Gedanken und Verhaltensmöglichkeiten. Therapeuten nutzen diesen tranceähnlichen Zustand, z.B. um Angstzustände, Stress oder Schmerzen zu verringern.

Eine Hypnose findet in Einzelsitzungen statt. Vor der Behandlung steht ein intensives Gespräch, bei dem der Therapeut den Patienten genau über die Methode informiert – nur wenn der Patient sich auf die Hypnose einlässt, kann die Behandlung wirken.

Während der Hypnose vermittelt der Therapeut den Hypnotisierten gedanklich angenehme Bilder oder Szenen. Ziel der Therapie ist es, alte Gewohnheiten und Einstellungen zu verändern und neue Möglichkeiten zu finden, mit Beschwerden, z.B. Phobien, Stress und psychosomatischen Erkrankungen, umzugehen. Wie die Behandlung verläuft, ist individuell unterschiedlich. Oft reichen sechs bis zwölf Sitzungen aus.

Wofür wird Hypnose eingesetzt?

Hypnose eignet sich u.a. zur Behandlung von:

Bei Angstzuständen und Phobien sollte eine Hypnose in Kombination mit einer Verhaltenstherapie angewendet werden. Für Kinder unter fünf Jahren, Menschen mit Persönlichkeitsstörungen, Epilepsie oder Psychosen ist die Hypnose nicht geeignet.

Weitere Informationen

Autor: Dr. rer. medic. Ayscha Lucas-Gesing
medproduction GmbH, www.medproduction.de
Datum: Januar 2011
Letzte Aktualisierung: Januar 2015
Aktualisiert durch: Miriam Lossau, Diplom-Fachjournalistin
Quellen:
Augustin, M., Schmiedel, V.: Leitfaden Naturheilkunde, Urban & Fischer, München 2012
Ernst, E.: Praxis Naturheilverfahren. Springer, Heidelberg 2005
Pschyrembel: Psychiatrie, Klinische Psychologie, Psychotherapie. De Gruyter, Berlin 2012