Leukozyten (Weiße Blutkörperchen)

Weiße Blutkörperchen unter dem Mikroskop
© skeeze / pixabay.de

Was bedeuten die Leukozyten?

Als Leukozyten (kurz: „Leukos“) bezeichnen Mediziner die weißen Blutkörperchen. Sie sind Teil des Immunsystems und helfen bei der Abwehr von Krankheitserregern (z.B. Viren, Bakterien, Würmer). Daher sind die weißen Blutkörperchen vor allem bei Infektionen und Entzündungen erhöht. Die Leukozyten lassen sich in ihre Unterformen unterscheiden:

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Jede dieser Unterformen hat bestimmte Spezialisierungen und ist zu ganz besonderen Leistungen in der Lage. Je nach Veränderung im Anteil ergeben sich daraus wichtige Hinweise auf bestimmte Erkrankungen.

Wann werden die Leukozyten gemessen (welche Indikation)?

Die Leukozyten werden im Rahmen eines kleinen Blutbilds bestimmt; ihre Unterformen außerdem beim Differenzial-Blutbild, welche zusammen das große Blutbild ergeben. Meist werden die Leukozyten im Rahmen einer Routineuntersuchung bestimmt. Direkter Anlass für die Untersuchung der weißen Blutkörperchen ist zum Beispiel der Verdacht auf Infektionen oder Entzündungen, sowie auf Blutkrankheiten (z.B. Anämien, Leukämien).

Wie werden die Leukozyten gemessen?

Die Leukozyten werden im Blut gemessen. Hierzu werden sie maschinell ausgezählt.

Wie lauten die Referenzwerte für die Leukozyten?

Die Referenzwerte für die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) lauten:

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  • Erwachsene: 4-10 x 109/l
  • Schulkinder: 5-15 x 109/l
  • Kleinkinder: 6-17,5 x 109/l
  • Säuglinge: 5-20 x 109/l
  • Neugeborene: 9-30 x 109/l

Was bedeutet eine Erhöhung der Leukozyten?

Erhöhte Laborwerte der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) können auf Infektionen, Entzündungen oder Blutkrankheiten hinweisen. Starke Raucher haben ebenfalls erhöhte Leukozyten im Blut.

Was bedeutet eine Erniedrigung der Leukozyten?

Erniedrigte Laborwerte der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) kommen bei Erkrankungen des Knochenmarks vor. Während einer Chemotherapie oder Strahlentherapie sind die Leukozyten ebenfalls häufig vermindert. Auch bei Virusinfekten kann es zu niedrigen Leukozytenzahlen im Blut kommen.

Weitere Informationen

Autor: Dr. med. M. Waitz
medproduction GmbH, www.medproduction.de
Datum: Januar 2012
Letzte Aktualisierung: Januar 2015
Aktualisiert durch: Simon Korn, M.Sc. Biologie
Quellen:
Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL): Labtestsonline. www.labtestonline.de (Abruf: 01/2015)
Furger, P.: Labor quick. Thieme, Stuttgart 2013
Neumeister, B.: Klinikleitfaden Labordiagnostik. Elsevier Urban & Fischer, München 2009

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